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Wird die Arbeitszeitaufzeichnung bald EU weit geregelt?

Laut einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs müssen Europas Arbeitgeber künftig Systeme installieren, die die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter komplett und systematisch erfassen. Die Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten zählen laut Urteil zu den Grundrechten der EU. Geklagt hatte eine spanische Gewerkschaft gegen den Ableger der deutschen Bank in Spanien, darauf folgte das EuGH-Urteil.

Welche Folgen hat das für Länder wie Deutschland?

 

Die deutsche Rechtslage sieht bislang so aus, dass die Überstunden nach den üblichen 8 Stunden Regelarbeitszeit registriert werden müssen. Nun hat die Gewerkschaft bemängelt, dass das eigentlich nur möglich sei, wenn auch die reguläre Arbeitszeit erfasst wird denn die Voraussetzung für die Aufzeichnung der Überstunden ist die Feststellung der regulären Arbeitszeit – somit würde die Aufzeichnung der selbigen nur ein denkbar kleiner Sprung sein.
Somit ist es, laut Pressemittelung des Europäischen Gerichtshofs, nun die Aufgabe der EU-Mitgliedsstaaten, ein „objektives, verlässliches und zugängliches System einzurichten, mit dem die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann.“

Ein System zur Zeiterfassung stärkt somit die Rechte der Arbeitnehmer und erleichtere in Zukunft auch die Nachweisbarkeit von Rechtsverletzungen. Arbeitgeber können in Zukunft nicht mehr die Augen vor zu vielen Arbeitsstunden ihrer Mitarbeiter verschließen, sondern müssen dies in Zukunft auch verhindern.
Anneline Buntenbach, Vorstandsmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund kommentiert, die Zahl der unbezahlten Überstunden in Deutschland sei inakzeptabel hoch und komme „einem Lohn- und Zeitdiebstahl gleich“.

Eine Rückkehr der Stechuhr?

Das diese neue Regelung nach dem EuGH-Urteil jetzt ein Comeback der Stechuhr bedeutet, gilt keinesfalls. Auf die digitale Arbeitswelt kann unter keinen Umständen mit einem veralteten System reagiert werden.
Es gibt inzwischen schon vielfältige Methoden, um Arbeitszeiten zu erfassen. Bei Angestellten die im Büro arbeiten mit Chipkarten zur Registrierung beim Eingang oder auch bei Mitarbeitern die keine festen Bürozeiten haben mit einem webbasierten Arbeitszeiterfassungssystem. Dies bewahrt die Flexibilität und ist keinesfalls ein weiterer Schritt zu mehr Bürokratie.

Bis wann muss ich als Arbeitsgeber umstellen?

Jetzt ist es erst mal an den EU-Mitgliedsstaaten, eigene Richtlinien einzuführen die vorschreiben, wie die Umstellung genau aussehen soll. Diese können unterschiedlich aussehen für große und kleine Unternehmen, da es auch jetzt schon Ausnahmen in den Arbeitszeitlichtlinien gibt (öffentliche Versorgung, Ärztedienste, usw).

Das richtige System finden

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