Was ist die DSGVO?
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine EU-weite Regelung zum Schutz personenbezogener Daten.
Sie legt fest, wie Unternehmen Daten von Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern erheben, speichern, verarbeiten und weitergeben dürfen.
Für HR-Abteilungen ist die DSGVO besonders relevant, da hier zahlreiche personenbezogene Daten verarbeitet werden – von Bewerbungsunterlagen über Krankmeldungen bis zu Leistungsbeurteilungen.
Welche Grundprinzipien gelten bei der DSGVO?
Die DSGVO basiert auf mehreren zentralen Prinzipien:
Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben
→ Daten dürfen nur für zulässige Zwecke und mit transparenten Prozessen erhoben werden.
Datenminimierung
→ Nur notwendige Daten dürfen erfasst und gespeichert werden.
Transparenz & Auskunftspflicht
→ Mitarbeitende müssen informiert werden, welche Daten verarbeitet werden und wofür.
Integrität & Vertraulichkeit
→ Schutz der Daten vor Verlust, unbefugtem Zugriff oder Manipulation.
Die Einhaltung dieser Grundsätze ist für Unternehmen verpflichtend.
Welche Daten fallen unter die DSGVO im HR-Bereich?
Im HR-Kontext betrifft die DSGVO unter anderem folgende Daten:
- Stammdaten (Name, Adresse, Geburtsdatum)
- Vertrags- und Gehaltsinformationen
- Bewerbungsunterlagen und Auswahlprozesse
- Krankmeldungen, Abwesenheiten, Leistungsbeurteilungen
- personenbezogene Notizen oder Feedback
HR-Abteilungen müssen sicherstellen, dass diese Daten nur für legitime Zwecke genutzt und korrekt geschützt werden.
Welche Pflichten haben Unternehmen & HR-Abteilungen?
Unternehmen müssen ein systematisches Datenschutzmanagement implementieren:
- Dokumentation aller Datenverarbeitungsprozesse
- Erstellung von Datenschutzerklärungen und Informationspflichten
- Schulung von Mitarbeitenden und Führungskräften
- Implementierung technischer und organisatorischer Maßnahmen (z. B. Verschlüsselung, Zugriffskontrollen)
- Meldung von Datenpannen an Aufsichtsbehörden
Für HR bedeutet dies konkret: sichere Ablage von Personalakten, kontrollierter Zugriff auf sensible Daten und transparente Kommunikation mit Mitarbeitenden.
Worauf sollten Mitarbeitende achten?
- Eigene Datenrechte kennen (Auskunft, Berichtigung, Löschung)
- Daten nur über offizielle Kanäle weitergeben
- Bei Unsicherheiten HR oder Datenschutzbeauftragte:r kontaktieren
Für Unternehmen & HR:
→ Regelmäßige Schulungen und Audits durchführen
→ Datenschutz in Prozessen standardisieren
→ DSGVO-konforme Softwarelösungen einsetzen
Warum ist die DSGVO wichtig?
Für Mitarbeitende:
→ Schutz der persönlichen Daten, Transparenz über Datenverarbeitung und Kontrolle über die eigenen Informationen
Für Unternehmen:
→ Rechtssicherheit, Vertrauensaufbau, Vermeidung von Bußgeldern und Reputationsschäden
Die DSGVO ist somit ein zentraler Bestandteil moderner HR-Arbeit und Unternehmensführung.