Höchstarbeitszeit

Was bedeutet Höchstarbeitszeit in Österreich?

Die Höchstarbeitszeit legt fest, wie viele Stunden Arbeitnehmende pro Tag oder pro Woche maximal leisten dürfen. Sie dient dem Schutz der Gesundheit und stellt sicher, dass Arbeitsbelastung und Regenerationsphasen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

In Österreich ist die tägliche Höchstarbeitszeit grundsätzlich auf 12 Stunden begrenzt, bestehend aus Normalarbeitszeit plus zulässigen Überstunden. Die Wochenhöchstarbeitszeit liegt üblicherweise bei 60 Stunden, wobei auch hier gesetzliche, vertragliche und kollektivvertragliche Besonderheiten gelten können.

Weil viele Branchen mit flexiblen Arbeitsmodellen arbeiten, spielt die Höchstarbeitszeit sowohl im operativen HR-Management als auch in der Zeiterfassung eine zentrale Rolle.

Wie funktioniert die Regelung zur Höchstarbeitszeit?

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Höchstarbeitszeit basieren vor allem auf dem Arbeitszeitgesetz (AZG). Dieses regelt:

  • tägliche Höchstarbeitszeit
  • wöchentliche Obergrenzen
  • Pausen- und Ruhezeiten
  • zulässige Ausnahmen
  • Sonderfälle für bestimmte Branchen

In der Praxis führt das häufig zu Fragen: Welche Überstunden sind zulässig? Wie wird mit kurzfristigen betrieblichem Mehraufwand umgegangen? Wann benötigt man eine Genehmigung nach § 20 AZG?

Gerade in dynamischen Arbeitsumfeldern kann es passieren, dass die gesetzlichen Grenzen schneller erreicht werden als geplant, etwa bei Notfällen, saisonalen Peaks oder Projektspitzen.

Wie unterstützt digitale Zeiterfassung bei der Einhaltung der Höchstarbeitszeit?

Moderne Zeiterfassungssysteme spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, gesetzliche Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig flexibel zu bleiben.

Ein praktisches Beispiel ist die Lösung von Personalwolke:

  • Definition der täglichen Höchstarbeitszeit gemäß Kollektivvertrag oder Unternehmensregelung
  • Automatische Erinnerung per E-Mail, sobald Mitarbeitende der Grenze nahekommen
  • Vermeidung unbeabsichtigter Überschreitungen durch frühzeitige Hinweise
  • Rechtssichere Ausnahmeverwaltung: Mitarbeitende können bei Bedarf direkt im System einen Antrag auf Überschreitung gemäß § 20 AZG stellen
  • Digitale Dokumentation, die Unternehmen vor rechtlichen Risiken und Strafen schützt

Damit entsteht ein System, das Kontrolle und Flexibilität verbindet – ohne zusätzlichen administrativen Aufwand.

Warum ist die Einhaltung der Höchstarbeitszeit so wichtig?

Für Arbeitnehmende bedeutet die Höchstarbeitszeit vor allem:

  • Schutz vor Überlastung
  • klare Struktur ihrer Arbeitszeit
  • Transparenz, ob Regelungen eingehalten werden

Für Unternehmen bietet sie:

  • Rechtssicherheit
  • Schutz vor Verwaltungsstrafen
  • saubere, nachvollziehbare Dokumentation
  • transparente Prozesse für HR & Führungskräfte

Eine konsequente Überwachung der Höchstarbeitszeit ist daher nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch ein wesentlicher Baustein nachhaltiger Arbeitskultur.

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