Arbeitszeit in Österreich richtig dokumentieren

Arbeitszeit richtig dokumentieren: Was Unternehmen in Österreich beachten müssen

Die korrekte Zeiterfassung und Aufzeichnung der Arbeitszeit ist für Unternehmen in Österreich nicht nur eine organisatorische Aufgabe, sondern eine gesetzliche Verpflichtung. Fehlerhafte oder unvollständige Arbeitszeitaufzeichnungen können zu empfindlichen Strafen führen – insbesondere im Falle einer Kontrolle durch das Arbeitsinspektorat. Gleichzeitig bietet eine strukturierte und digitale Lösung erhebliche Vorteile für Transparenz, Planungssicherheit und Effizienz.

Im Folgenden erfahren Sie, welche rechtlichen Vorgaben gelten, welche Besonderheiten zu beachten sind und wie Sie Ihre Zeiterfassung Österreich rechtskonform und praxisnah umsetzen.

Warum Zeiterfassung in Österreich rechtlich unverzichtbar ist

Die Pflicht zur Arbeitszeit dokumentieren Arbeitgeber Pflicht ergibt sich in Österreich unmittelbar aus dem Arbeitszeitrecht. Arbeitgeber:innen sind verpflichtet, die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden ihrer Mitarbeitenden aufzuzeichnen.

Ziel dieser Verpflichtung ist der Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmenden. Durch klare Dokumentation sollen Höchstarbeitszeiten eingehalten und Überlastungen vermieden werden.

Während in Deutschland ebenfalls umfassende Dokumentationspflichten bestehen, ist in Österreich die gesetzliche Grundlage besonders klar im Arbeitszeitgesetz Österreich (AZG) geregelt.

Gesetzliche Grundlagen: Das Arbeitszeitgesetz Österreich (AZG) im Überblick

Das Arbeitszeitgesetz (AZG) regelt unter anderem:

  • tägliche und wöchentliche Höchstarbeitszeiten
  • Ruhepausen
  • tägliche und wöchentliche Ruhezeiten
  • Überstundenregelungen
  • Aufzeichnungspflichten

Zentrale Eckpunkte im Überblick

RegelungsbereichÖsterreich (AZG)Deutschland (ArbZG)
Tägliche Normalarbeitszeit8 Stunden8 Stunden
Maximale Tagesarbeitszeit12 Stunden (unter bestimmten Voraussetzungen)10 Stunden
Wöchentliche Höchstarbeitszeit60 Stunden (inkl. Überstunden)48 Stunden (durchschnittlich)
AufzeichnungspflichtJa, detailliert geregeltJa, insbesondere für Überstunden

In Österreich müssen Beginn und Ende der Arbeitszeit sowie Ruhepausen dokumentiert werden. Diese Arbeitszeitaufzeichnung Gesetz Österreich ist verpflichtend – unabhängig von Unternehmensgröße.

Welche Arbeitszeiten müssen dokumentiert werden?

Die Zeiterfassung Österreich umfasst:

  • Beginn der täglichen Arbeitszeit
  • Ende der täglichen Arbeitszeit
  • Dauer der Ruhepausen
  • Überstunden
  • Mehrarbeitsstunden bei Teilzeit
  • Sonn- und Feiertagsarbeit

Besonders wichtig: Auch bei Gleitzeitmodellen oder flexiblen Arbeitszeitmodellen besteht eine Aufzeichnungspflicht. Die Verantwortung liegt immer bei Arbeitgeber:innen – selbst dann, wenn Mitarbeitende ihre Zeiten eigenständig erfassen.

Pflichten für Arbeitgeber:innen und Rechte für Mitarbeitende

Arbeitgeber:innen müssen:

  • ein geeignetes System zur Zeiterfassung bereitstellen
  • Aufzeichnungen vollständig und nachvollziehbar führen
  • Daten im Falle einer Kontrolle vorlegen können

Mitarbeitende haben im Gegenzug das Recht auf:

  • transparente Arbeitszeitaufzeichnungen
  • korrekte Abrechnung von Überstunden
  • Einhaltung gesetzlicher Ruhezeiten

Bei Verstößen drohen Verwaltungsstrafen. Diese können sich pro betroffener Person summieren.

Besonderheiten bei Überstunden, Ruhezeiten und Zuschlägen

Die Überstundenregelung Österreich ist klar geregelt. Überstunden liegen vor, wenn die tägliche oder wöchentliche Normalarbeitszeit überschritten wird.

Wichtige Punkte:

  • Zuschläge sind kollektivvertraglich geregelt
  • Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen: mindestens 11 Stunden
  • Wöchentliche Ruhezeit: mindestens 36 Stunden

Eine präzise Arbeitszeit dokumentieren Arbeitgeber Pflicht ist hier entscheidend, da Fehler häufig bei Überstundenabrechnungen auftreten.

Zeiterfassung Österreich im Homeoffice und bei Vertrauensarbeitszeit

Auch im Homeoffice gilt die vollständige Zeiterfassung Österreich. Es gibt keine Ausnahme für mobiles Arbeiten.

Selbst bei Vertrauensarbeitszeit bleibt die gesetzliche Dokumentationspflicht bestehen. Das bedeutet:

  • Arbeitszeiten müssen dennoch erfasst werden
  • Höchstarbeitszeiten dürfen nicht überschritten werden
  • Arbeitgeber:innen tragen weiterhin Verantwortung

In Deutschland gilt seit der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ebenfalls eine umfassende Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. In beiden Ländern ist Vertrauensarbeitszeit daher kein Ersatz für Dokumentation.

Analoge vs. digitale Zeiterfassung: Welche Systeme sind zulässig?

Das Gesetz schreibt kein bestimmtes System vor. Zulässig sind:

  • handschriftliche Stundenzettel
  • Excel-Listen
  • elektronische Systeme
  • digitale Zeiterfassungssysteme
  • Cloud-Lösungen

Allerdings steigen die Anforderungen an Nachvollziehbarkeit und Datenschutz. Daher entscheiden sich immer mehr Unternehmen für eine digitale Zeiterfassung oder eine professionelle Zeiterfassung Software Österreich.

Vorteile einer modernen Zeiterfassung Software Österreich

Eine moderne Lösung bietet:

  • Automatische Berechnung von Überstunden
  • Integration in Lohnverrechnung
  • Echtzeit-Auswertungen
  • Rechtssichere Archivierung
  • Mobile Nutzung per App

Gerade bei wachsenden Teams oder mehreren Standorten erleichtert eine digitale Lösung die Einhaltung des Arbeitszeitgesetz Österreich (AZG) erheblich.

Vergleich: Manuelle vs. digitale Lösung

KriteriumManuellDigitale Zeiterfassung
FehleranfälligkeitHochGering
AuswertungenZeitaufwendigAutomatisiert
RechtskonformitätRisikoanfälligSystemgestützt
TransparenzEingeschränktHoch

Typische Fehler bei der Arbeitszeitaufzeichnung – und wie Sie diese vermeiden

Häufige Fehler sind:

  • Keine vollständige Pausenerfassung
  • Fehlende Dokumentation bei Homeoffice
  • Unklare Überstundenregelung
  • Keine regelmäßige Kontrolle der Aufzeichnungen

Empfehlenswert ist eine regelmäßige interne Überprüfung der Arbeitszeitaufzeichnung Gesetz Österreich sowie die klare Kommunikation interner Richtlinien.

Rechtssicher und effizient Arbeitszeit dokumentieren

Die Zeiterfassung ist in Österreich eine gesetzliche Pflicht und zugleich ein zentrales Instrument moderner Personalorganisation. Wer die Vorgaben des Arbeitszeitgesetz Österreich (AZG) kennt und ein geeignetes System einsetzt, minimiert rechtliche Risiken und steigert gleichzeitig Transparenz und Effizienz.

Insbesondere eine professionelle Zeiterfassung Software Österreich unterstützt Unternehmen dabei, Arbeitszeiten korrekt zu erfassen, Überstunden nachvollziehbar abzurechnen und gesetzliche Anforderungen zuverlässig einzuhalten.

Häufig gestellte Fragen zur Zeiterfassung in Österreich

Ist Zeiterfassung in Österreich verpflichtend?

Ja. Das Arbeitszeitgesetz Österreich (AZG) verpflichtet Arbeitgeber:innen dazu, die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeitenden vollständig zu dokumentieren. Sie müssen daher Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit sowie Ruhepausen erfassen. Diese Pflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße und unabhängig davon, ob Mitarbeitende im Büro, im Außendienst oder im Homeoffice arbeiten.

Müssen auch Pausen erfasst werden?

Ja, auch Pausen müssen dokumentiert werden. Denn Pausen sind Teil der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen und stehen in direktem Zusammenhang mit der Einhaltung von Ruhezeiten. Wenn Sie Pausen nicht erfassen, können Sie im Falle einer Kontrolle nicht nachweisen, dass Mitarbeitende ausreichend Erholungszeiten erhalten haben. Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Zeiterfassungssystem Pausen korrekt abbildet.

Gilt die Zeiterfassungspflicht auch im Homeoffice?

Ja. Auch im Homeoffice bleibt die Zeiterfassung Österreich verpflichtend. Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen Arbeitsort und Arbeitszeit. Daher müssen Unternehmen auch bei mobiler Arbeit oder hybriden Modellen sicherstellen, dass Arbeitszeiten vollständig dokumentiert werden. Gerade hier empfiehlt sich eine digitale Zeiterfassung, weil Mitarbeitende ihre Zeiten ortsunabhängig erfassen können.

Ist eine digitale Zeiterfassung gesetzlich vorgeschrieben?

Nein. Das Gesetz schreibt kein bestimmtes System vor. Sie dürfen Arbeitszeiten grundsätzlich auch manuell, etwa mit Stundenzetteln oder Excel-Listen, dokumentieren. Dennoch setzen viele Unternehmen auf digitale Zeiterfassungssysteme oder eine professionelle Zeiterfassung Software Österreich, weil sie Fehler reduzieren, Prozesse automatisieren und Auswertungen erleichtern.

Welche Strafen drohen bei fehlender Arbeitszeitaufzeichnung?

Wenn Unternehmen ihrer Dokumentationspflicht nicht nachkommen, kann das Arbeitsinspektorat Verwaltungsstrafen verhängen. Die Höhe der Strafen hängt vom Umfang des Verstoßes und von der Anzahl der betroffenen Mitarbeitenden ab. Zusätzlich steigt das Risiko arbeitsrechtlicher Streitigkeiten, wenn Überstunden oder Ruhezeiten nicht nachvollziehbar dokumentiert sind.

Wer trägt die Verantwortung für die korrekte Zeiterfassung?

Auch wenn Mitarbeitende ihre Zeiten selbst eintragen, bleibt die Verantwortung beim Unternehmen. Arbeitgeber:innen müssen ein geeignetes System bereitstellen, klare Regeln definieren und die Einhaltung regelmäßig kontrollieren. Deshalb sollten Sie interne Prozesse festlegen und Mitarbeitende entsprechend schulen.