Lohnarten
Lohnarten sind die zentralen Konfigurationsobjekte des PS-Moduls: Jede Lohnart beschreibt eine Gehaltskomponente (fixer Bezug, variabler Bezug oder Fehlzeit), die in der Gehaltsverrechnung je Person erfasst, berechnet und an das Abrechnungssystem exportiert wird. Verwaltet werden sie über die Übersicht ps_showWageTypes (filterbar nach Verwendungs- und Bewertungstyp) und die Detailmaske ps_editWageType.
Gemeinsame Felder
- Name und Beschreibung: Anzeige in Masken und Listen.
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Code (Pflicht): der technische Schlüssel der Lohnart. Er wird in Berechnungs-Skripten als Variable
wt<Code>referenziert – nach Produktivsetzung nicht mehr ändern. - Verwendungstyp (Pflicht, beim Anlegen): Fixe Gehaltskomponente, Variable Gehaltskomponente oder Fehlzeit. Die Auswahl blendet die zugehörige Feldgruppe ein (siehe unten).
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Bewertungstyp (Pflicht): Manuell – der Wert wird in der Abrechnungsmaske erfasst – oder Berechnet mit einem JavaScript-Ausdruck. Im Skript-Kontext stehen alle manuellen Lohnarten als Variablen
wt<Code>sowie die Person alsperson(mit den HR-Personendaten) zur Verfügung. Beispiel:wtGEHALT * 0.1für einen 10%-Zuschlag. - Exportcode: der allgemeine Code für den Export ins Abrechnungssystem. Er greift nur, wenn beim zugeordneten Abrechnungssystem kein systemspezifischer Exportcode hinterlegt ist (siehe unten).
Fixe Gehaltskomponente
Für monatlich wiederkehrende Bezüge (Gehalt, Zulagen, Sachbezüge, ...). Zusätzliche Felder:
- Gehalts-Code (HR-Expert): verknüpft die Lohnart mit einem Gehaltscode aus HR-Expert. Über diese Verknüpfung liest die Abrechnung den aktuellen Bezug aus der Gehaltshistorie der Person – und der Workflow-Systemschritt "Gehaltsänderungen zurückschreiben" schreibt in der Abrechnung geänderte Beträge wieder in die HR-Expert-Gehaltshistorie zurück (bei Betrag 0 wird der bestehende Bezug historisiert).
- JS-Ausdruck Option Gehalts-Code: optionaler boolescher JavaScript-Ausdruck, der bestimmt, für welche Personen die Gehaltscode-Verknüpfung gilt (z.B. nur bestimmte Beschäftigungsarten).
Fixpositionen tragen ein Gültig-ab-Datum; Änderungen gegenüber dem Vormonat setzen die Änderungsmarkierung des Personen-Statements.
Variable Gehaltskomponente
Für einmalige bzw. monatlich schwankende Bezüge (Überstunden, Prämien, Reisekosten, ...). Zusätzliche Felder:
- Untertyp: Betrag, Stundensatz oder Menge – bestimmt, wie der erfasste Wert zu interpretieren ist.
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Standardwert / Minimalwert / Maximalwert: jeweils mit einem Wert-Typ:
- Zahl – fixer Wert,
- Script – JavaScript-Ausdruck,
- Zeit-Konto – Name eines TA-Kontos; der Wert wird aus dem Kontostand (Industrieminuten) zum Ultimo des abgeschlossenen Vormonats vorbelegt bzw. begrenzt.
- Verarbeitungsmodus Zeitkonten mit Quellkonto und Zielkonto: steuert, was der Workflow-Systemschritt "Zeitkonten verarbeiten" nach der Freigabe tut – Kontokorrektur (relativ oder absolut) oder Umbuchung vom Quell- auf das Zielkonto zum Periodenbeginn.
Typisches Beispiel Überstundenauszahlung: Standardwert = Zeit-Konto "Überstunden" (Vorbelegung mit dem Saldo des Vormonats), Maximalwert = dasselbe Konto (nicht mehr auszahlen als vorhanden), Verarbeitungsmodus = Umbuchung Quellkonto "Überstunden" → Zielkonto "Ausbezahlte Überstunden".
Fehlzeit
Verknüpft einen Fehlgrund aus der Zeitwirtschaft mit der Abrechnung. Zusätzliche Felder:
- Fehlgrund: der abzurechnende Fehlgrund (z.B. Krankenstand, Urlaub).
- Erfassungsmodus: Ganztägig, Untertägig (Stunden je Einzeltag) oder Tage und Stunden. Achtung: Dieser Modus ist nach dem Anlegen nicht mehr änderbar – bei Bedarf muss eine neue Lohnart angelegt werden.
Fehlzeiten werden je Person und Abrechnungsperiode als Intervalle (von/bis, Stunden) geführt und über den Fehlzeiten-Konnektor exportiert.
Mandanten-Zuordnung
Im Bereich Mandanten wird festgelegt, für welche Mandanten die Lohnart gilt. Die Zuordnung ist tagesgenau historisiert und trägt eine Reihung, welche die Anzeige-Reihenfolge der Lohnarten in der Abrechnungsmaske bestimmt. Die gereihten Tabellen je Mandant sind auch in der Mandanten-Konfiguration (Reiter "Gehaltsabrechnungsdienste") sichtbar.
Zuordnung zu Abrechnungssystemen und Exportcodes
Im Bereich Abrechnungssysteme wird die Lohnart einem oder mehreren Systemen zugeordnet, jeweils mit einem optionalen systemspezifischen Exportcode (dieselbe Zuordnung ist auch von der Systemmaske ps_editSystem aus pflegbar; Duplikate werden in beiden Richtungen abgewiesen).
Vorrangregel beim Export: Es gilt der Exportcode der Zuordnung zum Abrechnungssystem des Mandanten; fehlt er, der allgemeine Exportcode der Lohnart. So kann dieselbe fachliche Lohnart je Zielsystem (BMD, DATEV, ...) unterschiedliche Codes tragen.
Verwendung zur Laufzeit
- Beim Anlegen einer Abrechnung erhält jedes Personen-Statement automatisch Positionen für alle dem Mandanten zugeordneten fixen und variablen Lohnarten.
- Berechnete Lohnarten werden nach der Erfassung der manuellen Werte ausgewertet.
- Die Exporte (fixe/variable Bezüge, Fehlzeiten) liefern je Position u.a. Firmennummer, Personalnummer, Periode, Wert/Stunden und den aufgelösten Exportcode an den jeweiligen Konnektor-Link.
Praxis-Hinweise
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Codes stabil halten: Berechnungs-Skripte (
wt<Code>) und Export-Zuordnungen hängen am Code – Umbenennungen nach Produktivsetzung vermeiden. - Verwendungstyp und Fehlzeit-Erfassungsmodus sind nach dem Anlegen fixiert; falsche Anlage erfordert eine neue Lohnart.
- Systemwechsel am Mandanten entfernt Lohnarten-Zuordnungen, die im neuen Abrechnungssystem nicht enthalten sind – vor einem Wechsel die Zuordnungen im Zielsystem vollständig pflegen.
- Reihung pflegen: Eine konsistente Reihung je Mandant erleichtert dem Consultant die monatliche Erfassung erheblich.
Verwandte Seiten: Gehaltsverrechnung (Salary Accounting), Modul Payroll Services.
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