Referenz: Prozessdefinition Gehaltsverrechnung

Der Gehaltsverrechnungs-Prozess wird je Kunde als eigene XPDL-Prozessdefinition erstellt – das Modul liefert bewusst keine Produktiv-Definition mit. Das Verhalten der Abrechnungsmaske wird dabei fast vollständig über erweiterte Attribute der Prozessdefinition gesteuert. Diese Seite ist die Referenz für Consultants, die solche Prozesse erstellen oder anpassen.

Grundgerüst

Typische Teilnehmer: Antragsteller, Consultant und Manager des Dienstleisters, optional der HR-Admin des Mandanten, plus System für automatische Schritte. Typischer Ablauf: Erfassung → Differenzliste erzeugen → Bearbeitung Consultant → Freigabe Manager (→ optional Prüfung HR-Admin) → Rückspielung/Exporte → Gehaltszettel-Verteilung, mit Korrektur-Rückschleifen.

Die Verknüpfung zur Maske stellt das Prozess-Attribut CustomController=ps_editSalaryAccounting her. Beim ersten Speichern einer Abrechnung setzt die Maske folgende Prozessvariablen: SalaryAccounting_UID, from_date, to_date, client_name, clientUID, group_shortname, groupUID.

Erweiterte Attribute auf Prozess-Ebene

CustomControllerBindet den Prozess an die Maske ps_editSalaryAccounting (Pflicht).
OnDeleteProcessInstanceListenerAuf PsDeleteSalaryAccountingProcessListener setzen: Das Löschen der Prozessinstanz löscht dann auch die Abrechnung (umgekehrt gilt das immer).
ChangeListActionURLZiel-URL der Schaltfläche "Änderungsliste öffnen" in der Maske.
ListDetailTemplateVelocity-Vorlage für die Detailspalte in den Workflow-Listen.
HelpMessageHilfetext, der in der Maske angezeigt wird.

Erweiterte Attribute auf Aktivitäts-Ebene

Tab-Freischaltung

Pro Aktivität steuern sechs Attribute mit den Werten editable oder readonly, welche Reiter der Maske im jeweiligen Prozessschritt bearbeitbar sind:

StateSalaryPositionsTabBezüge (fixe/variable Positionen)
StateAbsenceEntryTabFehlzeiten
StateRawFilesTabRohdaten
StateEmployeeFilesTabMitarbeiter-Dateien (inkl. PDF-Split)
StateCorporateFilesTabFirmen-Dateien
StateGeneratedFilesTabGenerierte Dateien

Zusatzfunktionen und Freigaben

WageTypeCsvExport / AbsenceEntryCsvExportBlendet in dieser Aktivität die CSV-Export-Schaltflächen für Bezüge bzw. Fehlzeiten ein (Inhaber der Update-Admin-Rolle sehen sie immer).
UploadSalaryPositionsErlaubt den Upload von Positionen (CSV) in dieser Aktivität.
DisplayLinkToChangeListZeigt den Link zur Änderungsliste an.
ActionApproveDefiniert das Freigabe-Flag der Aktivität, z.B. approved_LLConsultant, approved_LLManager, approved_HRAdmin – die Variable wird beim Genehmigen gesetzt und steuert die Übergänge.
ActionEdit / ActionViewBearbeiten- bzw. Anzeigen-Aktion der Aktivität in den Workflow-Listen.
AutoApproveAktivität wird automatisch genehmigt (für Durchlauf-Schritte).
ConnectorLinkPart1 / ConnectorLinkPart2Übersteuert für den Differenzlisten-Schritt die Stammdaten-Konnektor-Links des Abrechnungssystems (siehe Schnittstellen).
ConnectorLinkPart1SourceConstraint / ...Part2SourceConstraintZusätzliche Quell-Einschränkung (Filter) für die beiden Stammdaten-Exporte.

Systemschritte (Workflow-Applikationen)

Folgende mitgelieferte Applikationen können als Tool-Aktivitäten eingebunden werden (Details siehe Gehaltsverrechnung):

  • PsGenerateDifferenceListApplication – Stammdaten-Differenzliste erzeugen und anhängen
  • PsCopySalaryComponentChangesToHrPersonSalary – Gehaltsänderungen nach HR-Expert zurückschreiben (Parameter: Abrechnungs-UID, optional "Gehälter mit Betrag 0 anlegen")
  • PsProcessTimeAccountBasedSalaryPositions – TA-Konto-Korrekturen/Umbuchungen aus variablen Lohnarten ausführen
  • PsCopySalaryDocumentsToRepository – Gehaltszettel in den Personalakt verteilen (Parameter: Abrechnungs-UID, Bereichs-ID)
  • PsStartConnectorLinkChangeListAndAttachToSalaryAccounting / ...AndAttachToProcess – beliebige Konnektor-Strecke ausführen und Ergebnis anhängen

Arbeitsweise und Tipps

  • Als Ausgangspunkt für neue Kundenprozesse dienen die Referenz-Definitionen im Modul (SalaryAccounting.xpdl); sie zeigen den typischen Aufbau inklusive Korrekturschleifen.
  • Jede Aktivität, in der Menschen arbeiten, sollte die sechs Tab-Attribute explizit setzen – nicht gesetzte Reiter verhalten sich sonst nicht deterministisch über Prozessversionen hinweg.
  • OnDeleteProcessInstanceListener nie weglassen, sonst bleiben beim Löschen von Prozessinstanzen verwaiste Abrechnungen zurück.
  • Prozessdefinitionen werden über die Prozessverwaltung importiert und versioniert; laufende Instanzen bleiben auf ihrer Version.

Verwandte Seiten: Gehaltsverrechnung, Schnittstellen zur Lohnverrechnung, SV-An- und Abmeldung.

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