Was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)?
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bezeichnet alle systematischen Maßnahmen eines Unternehmens, die darauf abzielen, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden langfristig zu erhalten und zu fördern.
BGM geht dabei über einzelne Gesundheitsangebote hinaus und versteht Gesundheit als strategischen Erfolgsfaktor. In Österreich gewinnt Betriebliches Gesundheitsmanagement zunehmend an Bedeutung – nicht zuletzt durch steigende Krankenstände, psychische Belastungen und den Fachkräftemangel.
Welche Ziele verfolgt Betriebliches Gesundheitsmanagement?
BGM verfolgt sowohl gesundheitsbezogene als auch wirtschaftliche Ziele:
Gesundheitliche Ziele
→ Reduktion von Krankenständen
→ Prävention von physischen und psychischen Erkrankungen
→ Förderung von Motivation und Wohlbefinden
Unternehmerische Ziele
→ Erhalt der Leistungsfähigkeit der Belegschaft
→ Steigerung von Produktivität und Arbeitgeberattraktivität
→ Reduktion von Fehlzeiten- und Fluktuationskosten
Ein wirksames BGM schafft eine Win-win-Situation für Mitarbeitende und Unternehmen.
Welche Maßnahmen gehören zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement?
Betriebliches Gesundheitsmanagement basiert auf mehreren Säulen:
Arbeitsbedingungen & Organisation
→ Ergonomie, Arbeitszeitmodelle, Pausenregelungen, Führungskultur
Gesundheitsfördernde Maßnahmen
→ Bewegungsangebote, Stressprävention, Ernährungsprogramme, Mental-Health-Angebote
Prävention & Bewusstseinsbildung
→ Schulungen, Workshops, Gesundheitschecks, Informationskampagnen
Entscheidend ist, dass Maßnahmen auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden abgestimmt sind – punktuelle Aktionen ersetzen kein nachhaltiges BGM.
Welche Rolle spielen HR & Führungskräfte im BGM?
HR-Abteilungen übernehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement eine koordinierende und steuernde Rolle:
- Analyse von Belastungsfaktoren und Krankenstandsdaten
- Entwicklung und Umsetzung einer BGM-Strategie
- Einbindung externer Expert:innen und Präventionsstellen
Führungskräfte sind zentrale Multiplikator:innen. Ihr Verhalten beeinflusst maßgeblich, ob Gesundheitsmaßnahmen akzeptiert und gelebt werden – oder wirkungslos bleiben.
Worauf sollten Unternehmen & Mitarbeitende achten?
Für Mitarbeitende:
→ Angebote aktiv nutzen und Rückmeldung geben
→ Eigene Belastungsgrenzen ernst nehmen
Für Unternehmen & HR:
→ BGM strategisch verankern, nicht als Einzelmaßnahme
→ Mitarbeitende frühzeitig einbinden
→ Wirkung regelmäßig evaluieren und anpassen
Warum ist Betriebliches Gesundheitsmanagement so wichtig?
Für Mitarbeitende:
→ Gesündere Arbeitsbedingungen, höhere Zufriedenheit und langfristige Arbeitsfähigkeit
Für Unternehmen:
→ Weniger Krankenstände, höhere Bindung und nachhaltige Leistungsfähigkeit
Betriebliches Gesundheitsmanagement ist kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Bestandteil moderner und verantwortungsvoller Unternehmensführung.